Vielleicht haben Sie den Begriff Prana schon einmal während einer Yogastunde gehört. In dieser Tradition spielt er nämlich eine beträchtliche Rolle. Vor allem im Kundalini Yoga wird das Wissen um das im Körper zirkulierende Prana benutzt, um dieses möglichst frei im Körper fließen zu lassen.

Aber was ist den Prana nun ganz genau?
Generell kann gesagt werden, dass Prana eine Energie ist, die durch alles Lebende fließt. Dabei gibt es ganz unterschiedliche Quellen von Prana. In den Yogalehren werden fünf verschiedene Arten von Prana unterschieden. Sie sind den fünf Elementen zuzuordnen.

1. Erde (Prithivi): Nahrungsmittel/ Essen
2. Wasser (Apas): Getränke
3. Feuer (Tejas): Energie, die wir über die Sonne aufnehmen
4. Luft (Vayu): Atemluft/ Sauerstoff
5. Äther (Akasha): Feinstoffliche Energie, die von anderen Menschen oder Orten übermittelt wird

Yoga hat zum Ziel, das Prana im Körper möglichst ausgeglichen fließen zu lassen. Deshalb sollten alle, die sich dies ebenfalls zum Ziel gesetzt haben, auf alle fünf Elemente achten.

Ernährung
Je nachdem welche Nahrungsmittel wir zu uns nehmen, fließt Prana unterschiedlich. Jeder kennt das: Man fühlt sich nach einem Obstsalat besser als nach einer Fertigpizza, nach einem leckeren Salat besser als nach einer Tafel Schokolade. In den Yogalehren werden die Nahrungsmittel in sattwig, rajassig und tamassig eingeteilt.
Tamassig ist alles Essen, dass uns Energie raubt. Alles was uns verlangsamt und gegebenenfalls apathisch werden lässt. Eben die Pizza zuviel vor dem Fernseher oder die Tafel Schokolade, nach der wir uns nicht mehr bewegen können.
Essen wir etwas, mit einem hohen rajassigen Anteil, werden wir unruhig. Unsere Energien, unser Prana wird in Aufruhr gebracht. Das passiert beispielsweise, wenn wir scharfe Speisen zu uns nehmen.
Sattwig sind alle Speisen, die uns ausgeglichen machen. Man kann sagen, dass diese vor allem aus gesunden Lebensmitteln, wie Gemüse und Obst, aber auch Vollkornprodukte und alles unbehandelte bestehen. Hier fließt die Energie harmonisch durch den Körper, wir fühlen uns leicht und unbeschwert.

Trinken
Auch die Getränke, welche wir zu uns nehmen sind eine Form von Prana. Am Besten ist es, Wasser zu trinken oder eben Tee und ab und zu verdünnten Fruchtsaft. Auch Getränke gehören in die Kategorien sattwig, rajassig und tamassig. Kaffee ist eindeutig rajassig, denn er macht uns hibbelig und weckt unser Prana auf. Alkohol hingegen gehört zur tamassigen Gruppe und macht uns langsam und phlegmatisch.

Sonnenenergie
Ebenso wie die Pflanzen, nehmen auch wir Menschen mit der Sonne Energie auf. Viele Menschen leiden beispielsweise an Winterdepressionen weil eben im Winter weniger Prana über die Sonne aufgenommen werden kann. Ebenso wie die Pflanzen, braucht der menschliche Körper Sonnenlicht. Sobald die Sonne scheint, werden die Menschen glücklicher und ausgeglichener.

Atmung
eines der offensichtlichsten Elemente, die Prana enthalten, ist die Luft. Wir atmen ein und aus, nehmen Prana auf und geben dieses wieder ab. Gerade im Yoga werden ganz bestimmte Übungen ausgeführt, um Prana gleichmäßig im Körper zu verteilen. Diese Übungen werden Pranayama genannt.

Kraft
Jeder kennt das. Wenn man an einem ganz bestimmten Ort ist, hat man manchmal das Gefühl, dass es sich um einen besonderen Ort handelt. Man kann regelrecht fühlen, dass es sich um einen Kraftort handelt. Es gibt Orte auf der Welt, die schon seit Jahrtausenden von Menschen besucht werden, weil sie eine ganz bestimmte, heilende Kraft besitzen. Manche bezeichnen diese als übernatürlich. Durch die Orte fließt ebenfalls Prana.
Aber auch Menschen können eine ganz bestimmte Aura besitzen und sogar andere Menschen allein durch Handauflegen heilen. Es gibt sogar ganze Traditionen, zum Beispiel Reiki, welche mit Pranaenergie Krankheiten kurieren können.

Ziel im Yoga, aber auch in anderen Traditionen, ist es, in allen Bereichen Prana möglichst ausgeglichen fließen zu lassen. Es finden sich unterschiedliche Konzepte in den Schriften wieder. In China bekannt als Chi- Energie, in Japan wird es Ki genant. Die Grundaussagen sind jedoch beinahe dieseleben. Prana ist eine wichtige Energie, die einmal aus dem Gleichgewicht gebracht, ernsthafte Konsequenzen nach sich ziehen kann.
Ein unausgeglichener Prana- Haushalt kann Grund für verschiedene Krankheiten sein.
Wer zum Beispiel zu viel tamassige Lebensmittel zu sich nimmt, fühlt sich eventuell schlapp und unfit. Das kann sich beispielsweise im Körper als Übergewicht manifestieren.
Wer zuviel Kaffee zu sich nimmt, ist vielleicht nervös und hat einen zu hohen Blutdruck.
Auch bei der Atmung gibt es eine Prana- Störung. Wer zu viel Stress hat, atmen automatisch flacher. Das wiederum wirkt sich auf das zentrale Nervensystem aus und Stresshormone wie Kortison und Adrenalin werden ausgeschüttet. Auf Dauer kein guter Zustand.
Die Auswirkungen von zu wenig Sonne können je nach Gemüt unterschiedlich sein. Manche Menschen haben überhaupt kein Problem mit wenig Licht auszukommen, andere sind dagegen äußerst empfindlich. Zuviel Sonne ist allerdings schädlich. Wer nicht aufpasst, verbrennt sich leicht.
Zuletzt sind auch Menschen und Orte zu meiden, die uns eine schlechte Energie übermitteln. Bei Menschen sprechen wir von Energie-Vampiren. Man kann sie ganz leicht daran erkennen, dass man sich immer sehr erschöpft fühlt, wenn man mit ihnen Zeit verbracht hat. Hier sollte man gut acht geben und im Notfall Schutz-Steine oder Amulette tragen

Es gibt spezielle Prana- Heiler, die sich nach einer Gesamtanalyse des „Patienten“ ansehen, auf welchen Ebenen der Pranafluss gestört ist. Dann folgt eine gezielte Therapie, die auf der jeweiligen Ebene versucht, Veränderungen des Pranaflusses herbeizuführen.

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